Die Eingewöhnungszeit im Kindergarten

Wichtig ist, dass das Kind die Einrichtung schon vor dem ersten Tag mindestens einmal gesehen hat. So kann sich Ihr Kind ein Bild vom Kindergarten machen und erste Kontakte zu den Erziehern aufnehmen.

Eine sichere Ausgangsbasis ist eine wichtige Bedingung für den Übergang von der Familie in den Kindergarten. Hierzu gehören die Anwesenheit vertrauter Personen, am  besten Mama oder Papa, aber auch ein vertrauter Gegenstand wie Puppe, Kuscheltier oder Schnuffeltuch.

Eingewöhnung für die Ü3 Kinder

Wir bieten ab Mai vor Kindergarteneintritt für die Kinder ab 3 Jahren einmal in der Woche einen Spielenachmittag (von 10.00 – 12.00 oder von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr) zur Eingewöhnung an.

Mit der Sicherheit durch die Anwesenheit der Eltern kann das Kind uns als neue Bezugsperson kennen und akzeptieren lernen. Dies erleichtert Eltern, Kindern und uns den Start in eine neue Lebensphase.

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Eingewöhnung für die U3 Kinder

Bei der Eingewöhnung der U3 Kinder, orientieren wir uns an dem „Berliner Modell“. Hier geht es darum, Rücksicht auf das Bindungsverhalten von Kindern zu nehmen, um eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind und den Erzieherinnen aufzubauen.

  1. Ablauf der Eingewöhnung
    • Dauert ca. 1 Woche, immer zur gleichen Zeit.
    • Erster Tag: 2 Std. Aufenthalt in der Einrichtung, Mutter oder Vater (ohne Geschwisterkinder) begleiten das Kind bei der Eingewöhnung. Das Kind sollte nicht von den Eltern beschäftigt werden. Keinen Druck ausüben, dass das Kind sich entfernen soll, sondern das Kind alleine entscheiden lassen. Die Erzieherin nimmt kaum Kontakt zu dem Kind auf.
    • Zweiter Tag: Verläuft wie der erste. Blickkontakte und spielerische Anreize zum Kennenlernen von Seiten der Erzieherin werden verstärkt.
    • Dritter Tag: Wie der zweite Tag.
    • Vierter Tag: Erster Trennungsversuch, d.h., die Eltern verbleiben für kurze Zeit im Raum, wenn das Kind sich wohlfühlt, verlassen sie nach Verabschiedung vom Kind den Gruppenraum für höchstens 30 Minuten, bleiben aber in der Einrichtung. Lässt sich das Kind nach kurzer Zeit von der Erzieherin trösten, kann von kurzer Eingewöhnungszeit ausgegangen werden. Wenn nicht, wird der Trennungsversuch sofort abgebrochen und die Eingewöhnung benötigt etwas länger.
    • Fünfter Tag: Wie der vierte Tag. Die Trennungsphase erhöht sich auf 1 Std.
    • Bei kurzer Eingewöhnungszeit verbleibt das Kind von nun an erst einmal ca. 2 Std. alleine im Kindergarten. Die Eltern sollten immer telefonisch erreichbar sein.
  2. Die Rolle der Eltern im Eingewöhnungsprozess.
    • Anwesenheit der Eltern ermöglicht dem Kind neue Umgebung auf sicherer Basis kennen zu lernen.
    • Durch volle Aufmerksamkeit dem Kind signalisieren: Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst!
    • Keine aktive Beschäftigung mit dem Kind, damit es alleine aktiv werden kann.
  3. Stabilität der Bindungsbeziehungen zu den Eltern
    • Eltern sind und bleiben die wichtigsten Bindungspersonen für die Kinder.
    • Eltern können ihre Kinder unterstützen, eine weitere Bindung zu der Erzieherin aufzubauen.
  4. Die Rolle der Erzieherin im Eingewöhnungsprozess
    • Langsames Kennenlernen des Kindes.
    • Viel Beobachtung des Kindes an den ersten Tagen.
    • Erste Kontaktaufnahme durch Blicke und Spielanreize.
    • Bei Trennungsversuch: Trösterrolle übernehmen

Nach der Eingewöhnung sollte der Abschied im Kindergarten dann herzlich sein, aber nicht allzu lange hinausgezögert werden. Denn nicht allen Kindern fällt der Abschied von den Eltern, trotz guter Eingewöhnung, leicht. Meist sind die Tränen zwar schon getrocknet, wenn die Eltern am Auto ankommen. Trotzdem geht gerade vielen Müttern und Vätern diese Reaktion sehr ans Herz. Wir bieten aus diesem Grund den Eltern an, später kurz anzurufen, damit sie sich vergewissern können, dass ihr Kind die Trennung gut gemeistert hat und fröhlich spielt.